Altmühltalradweg in Bildern

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Altmühltalradweg

Die diesjährige Mutter-Kind-Kur war nach dem Drama der letzten Monate dringend nötig: Deshalb beschlossen meine Mutter und ich mit dem Rad einen Teil des Altmühltalradweges zu fahren. Der Weg hat viele Vorteile für Mehrtagestouren-Anfänger wie uns: Eine perfekte Infrastruktur an Hotels, Pensionen und Cafés, eine durchgängige Beschilderung und keine nennenswerte Steigerung. Was wir nicht wussten: Auch an jeder Ecke Automaten für Ersatzschläuche und regelmäßig E-Bike-Ladestationen. Das war nämlich das Schöne an der Tour: Während ich mit dem normalen Rad fahren würde, würde meine Mutter ihr neues E-Bike auf Herz und Nieren testen. Und so wurde eine 200 km lange viertägige Radtour zum Kinderspiel – zumindest, wenn der Ostwind mal nachließ. Wir starteten in Wendelstein, fuhren bis Schwabach zum Zug, verließen diesen in Treuchtlingen, von wo es noch einmal 50 km bis Eichstätt sind. Als nächste Station überzeugte Beilngries und den Abschluss bildete Kelheim, von wo es nur noch ein Katzensprung war bis zum Bahnhof in Bad Abbach. Auch zurück ging es mit der Bahn, was die einzige echte Herausforderung darstellte: Ein kaputter Fahrkartenautomat erforderte ein längeres Telefonat mit der Servicezentrale, es fehlte der Aufzug, um zum Gleis zu kommen, was eine Entlade-Aktion erforderte, eine ruppige Schaffnerin, die uns am liebsten als Schwarzfahrerinnen verhaftet hätte, weil wir nicht vor Anfahrt des Zuges bei ihr unser fehlendes Ticket anmeldeten (mach das mal, wenn du ein Fahrrad in der Hand hast und der Zug anfährt, sobald die Tür sich hinter dir schließt!), alle Züge kamen zu spät, bis auf den dringend benötigten Anschlusszug in Nürnberg, der pünktlich davonrauschte – ohne mich natürlich. Aber abgesehen davon eine tolle Tour bei genialem Wetter und bestem Essen!

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Neue Welten entdecken – ein holpriger Urlaub in Island

„Island wäre doch mal schön!“ – eigentlich war ich in den nordischen Ländern ja schon oft, aber noch nie so richtig, heißt: Mit Zelt und mitten drin in der Wildnis. Wir haben lange Bilder angesehen und Verbindungen gesucht, Reiseführer gekauft – ein tatsächlich lange nicht mehr durchgeführter Prozess des „Aneignens“ eines Landes. In den letzten Jahren war ich entweder der Nase nach unterwegs (Neuseeland, Schottland), der Straße nach (Nordkap), dem Kletterführer nach oder meiner Munro-Landkarte. Und in Schottland brauche ich eh keine Hinweise mehr. Also Island diesmal. Am besten eine oder mehrere der bekannten und eventuell eine eher unbekannte Trekkingtour. Die berühmten Namen locken: Myvatn, Hornstrandir, Landmannalaugar. Gebucht, geplant, gereist – doch dann kam die kurze, heftige Krankheit und der Tod meines Vaters dazwischen und irgendwie geriet darüber verständlicherweise die Planung ins Hintertreffen. Im Familienrat wurde dann beschlossen, dass die Beerdigung noch die zwei Wochen warten könne und ich konnte am Abreisetag mit dem Packen anfangen. Mit dabei war trotz der Kürze der Zeit dann schon alles – also fast alles. Der Trekkingführer lag noch daheim, was wir aber bereits nach einer halben Stunde Fahrt entdeckten. Erst fluchend, dann resigniert waren wir also nach einer Stunde wieder daheim. Beim zweiten Mal klappte dann alles und es konnte losgehen. Ob das vedur auch mitmachen würde? Im Nachhinein war das Wetter verblüffend reisefreundlich, weil fast immer trocken, aber machte uns doch den einen oder anderen Strich durch die Rechnung: Gleich in der ersten Nacht zerstörte der ständige eisige Wind die durch ein Sabbatjahr und 6 weitere intensive Outdoor-Action-Jahre gequälte Außenzelt meines geliebten MSR Hubba Hubba HP. Das äußere Material hatte im letzten Jahr bereits in Schottland einen Riss erlitten, der fachmännisch geklebt wurde. Aber offensichtlich war das keine Ausnahme. Die Notreparatur war unumgänglich und nun weniger fachmännisch mit einem Stückchen Zelthaut vom Zeltsack und Sekundenkleber. Aber nun war natürlich das Vertrauen vollends weg – und es war immer nur eiskalt und windig. Sollte man mit einem Zelt, das nur noch durch meinen Willen und ein bisschen Pergament zusammengehalten wurde, die Überfahrt nach Hornstrandir wagen und dort bei Schnee und Eis weitab der Zivilisation im heftigen Nordwind zelten? Die nächsten 1000 km bis Isafjördur waren von dieser Diskussion geprägt. Kurzer Vorgriff: Wir haben es nicht gewagt, das tapfere Zelt hielt brav bis zur letzten Nacht – nach der war aber klar – das wars nun mit unserer gemeinsamen Reise. Also musste Plan B her: Myvatn, dort eine Trekkingtour. Und siehe da: Plötzlich lief alles wie am Schnürchen. Vom Myvatn kann man bis zum Viti-Krater laufen und dann in einem großen Bogen über und durch bzw. an mehreren Lavafeldern verschiedenen Alters entlang zu einer Schäferhütte und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dabei kommt man an irren Lavaformationen vorbei, durch kilometerweit schwarze Steinwüste, gefolgt von einem grünen Tundragebiet, nur um dann wieder im Schwefelgestank des Viti-Kraters und der benachbarten Solfatarenfelder zu landen. Das war letztlich dann auch der Höhepunkt unserer Tour. Nun war Zeit, zu überlegen, wie die letzte Woche gestaltet werden sollte. Und der leicht irrwitzige Plan, der sich herauskristalllisierte, bestand darin, mit dem Mini-Leihwagen die Kjalvegur-Straße zu fahren. Früher als F35 tituliert, sind mittlerweile PKW-Durchfahrten möglich. Langsam. Möglich heißt nicht unbedingt „mit einem Mietwagen erlaubt“. Das haben wir dann bei km 89 von 180 im Kleingedruckten des Mietautos entdeckt. Da lagen dann allerdings bereits mehrere Stunden Schritttempo im Vulkansand und über Schotter von Kindskopfgröße hinter uns. Und wir hatten keine Lust auf Umdrehen. Engagierte Nachfragen beim Personal in Hvervellir ergaben: Die südliche Strecke sei problemlos befahrbar. Haja – wie die Schotten 10 Grad Celsius als „Sommer“ empfinden, so empfinden die Isländer Straßenverhältnisse auch etwas anders als Zentraleuropäer. Von 20 Uhr bis 1 Uhr nachts brauchte unser Winzling für die restlichen 90 km bis zum Zeltplatz. Dafür bin ich jetzt also mal wieder gefühlt offroad als Beifahrer ängstlich am Sitz festgeklammert gefahren….

Island – ist definitiv nochmal eine Reise wert. Ich würde allerdings das nächste Mal definitiv vorher das Zelt ersetzen gegen ein sturmstabileres, und mehr Mehrtagestouren machen. Wir haben unsere erlaubten 2800 km völlig ausgereizt und vor lauter Sitzen tat uns alles weh. Ungeklärt bleibt nur die Kartenfrage: Wie soll man in einem wüsten Land eine Wandertour beginnen und enden, wenn man keine Karte hat und die Beschreibung lautet: „Beim Parkplatz des Hotels beginnt der Wanderweg“, wenn aber das Ziel des Weges im Nebel verborgen ist und es kein Hotel des Namens mehr gibt? Da müsste dieses Land noch ein bisschen nachlegen, ehe ich mich voll hineinstürzen würde. Nichtsdestotrotz: Ein tolles Land!

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Aunty Petra – Tante sein. Oder: Mein 1. Kindergeburtstag

Lina wird vier. Sie darf vier Gäste einladen. Um die versammelte Partygemeinde (4 Kinder haben vier Mütter, die wiederum kleine Kinder haben) zu versorgen, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Und ich entdecke neue kreative Seiten an mir… zu spät fiel mir auf, dass ich den Karamell-Kern in den Muffins vergessen habe. Der hätte zumindest fünf Minuten für Ruhe gesorgt 🙂

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Schottland – ein Wintermärchen

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Schottland – (k)ein Wintermärchen

Johanna sei Dank! Mit der irren Idee: „Wir verbringen Weihnachten in Loch Ossian im Youth Hostel, kommt doch auch hin!“ begann hektische Betriebsamkeit in der Neuen Heimat. Fährpläne, Flugpläne, Zugpläne – am Ende war klar, das klappt, aber nur mit dem Auto und nur, wenn man die komplette Strecke nach Corrour fährt – also bis auf die letzten Zugkilometer. So begann der wilde Ritt, zwei Übernachtungen auf der Strecke, eine Fährüberfahrt, 1800 km und dann waren wir sogar eine Stunde zu früh am Bahnhof in Tyndrum. Allzeit bewegte uns die Frage: Liegt Schnee? Soviel Schnee, um die Ski mitzunehmen? Brauchen wir Eispickel, Steigeisen, Schneeschuhe? Wir hätten nicht. Es gab alles – Schnee, kein Schnee, Schneematsch, Schneesturm und Sturm ohne Schnee – aber definitiv nicht genug Schnee für Schneeschuhe, Steigeisen, Eispickel oder etwa Ski! Dafür gab es anderes genug, was Freude machte… Johanna, Tobias und die Kids und die anderen Gäste, die sich mit uns für 72 Stunden der Jugendherberge anvertraut hatten, machten das Weihachtsfest zu einem der außergewöhnlichsten Feiern dieser Art. Traurig verabschiedeten wir uns nach drei Nächten zuerst von allen anderen, dann von der Jugendherberge. Der nächste Stop waren eine Vierergruppe von Munros hinter Ben Lawers. Eine beeindruckende Tour – völlig problemlos bis uns zwischen Munro 2 und 3 irgendwie die Zeit abhanden kam, die Entscheidung natürlich so ausfiel, dass man Munro 4 doch noch irgendwie schaffen könne (und außerdem hatte uns Sarah erklärt, dass im Winter die Touren in Schottland ja eh immer mit Taschenlampe beginnen und enden). Enden tat sie dann mit Taschenlampe, einer 180°-Wende von West nach Ost, einem 7km langen Umweg und ein paar Stunden Verspätung. Und dass mir, wo ich doch so stolz auf meine Navigationskenntnisse war, die uns sogar im Schneesturm problemlos vom Berg gebracht hatten! Das sollte mir nicht mehr passieren. Drei Tage später war es dann soweit – es passierte mir wieder. Mein Wanderbuch ist auch schon etwas älter, die Wege verändern sich und der Abstiegsweg hatte sich ganz entschieden verändert. Bushbashing gibt es auch in Schottland, wie wir in einem zweistündigen Robben durch eine Kiefern-Pflanzung erfahren durften. Der Weg ist mittlerweile schön angelegt, liegt aber ein Kilometer weiter rechts als in meinem Buch beschrieben…. Dann kam das vermeintlich größte Abenteuer: 10 kg Brennstoff, Essen, Übernachtungszeug und Eisausrüstung machten sich mit uns auf den Weg zu Corrour Bothy. Vor sechs Jahren war ich dort schon einmal, hatte aber damals Angel’s Peak aufgrund der hohen Schneelage und ständiger Whiteouts nicht gemacht. Das war damals im Juni! Dieses Jahr lag nicht mehr Schnee, sodass wir trotz des wieder irren Sturmes dieses Mal erfolgreich waren. Die Verhältnisse Januar 2017 waren unterm Strich wärmer und schneeärmer als zur Zeit meiner Juni-Eskapade! Schade, denn die Photos aus dem Winter 2010 zeigen nahezu unglaubliche Schneemengen in der Ecke. Vielleicht ein anderes Mal! Corrour Bothy zeigte sich jedenfalls am letzten Morgen von der absolut besten Seite – wir hatten die Hütte eine Nacht für uns, es wurde wohlig warme 11 Grad in der Nähe vom Feuer, dank der 10 kg Brennholz von Adel, die wir aus Deutschland mitgekarrt hatten. Schade, dass wir wieder heimmussten – ich wäre so gern geblieben!

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Arco – es herbstelt

Arco war mal wieder das Kletterziel für den Herbst. Die große Menge an Korrekturen hat uns dazu bewegt, eine Pension zu nehmen. Ach und weh – ich bin kein Pensionist. Oder keine Pensionistin, wie man es nimmt. Es war jedenfalls der erste Urlaub, den wir abgebrochen haben; weil das Wetter nicht mehr gut war, weil die Pension nun ja – ein schlechtes Karma hatte. Wenn man an so etwas glaubt, wäre das die richtige Lösung. Klettern waren wir schon auch, aber Arco muss es auf absehbare Zeit nun nicht mehr sein. Unseren Spaß hatten wir trotzdem – in mehreren Langtouren, beim Sportklettern und beim Testen von all den irren Features von Peters Kamera. Im Bild: Die Lächel-Erkennung in Aktion.

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