We have an Igel!

Was für ein Jahr – statt Berge zu besteigen, habe ich Berge wegkorrigiert. Je mehr Berge es wurden, desto schlimmer wurde das Korrigieren. Ich habe im Zug korrigiert, auf dem Weg nach Nürnberg, auf der Autobahn auf dem Beifahrersitz, bei Taschenlampenlicht ebendort, wenn die Autobahn erst nachts erreicht wurde. Ich habe in Ärztewartezimmern korrigiert, oft auf dem Sofa daheim, das mittlerweile durch eine betagte Hollywoodschaukel auch in Form einer Outdoorversion existiert. Seitdem habe ich auch dort korrigiert. Eigentlich besteht Lehrersein doch aus Lehren. Daraus, sich ab und an tolle Dinge zu überlegen, die Spaß machen und Schüler und Lehrer weiterbringen! Dieses Jahr war das nicht der Fall. Dieses Jahr habe ich korrigiert und geschaut, dass ich und mein Umfeld das überleben.

Was war positiv in diesem Schuljahr?

Meine 5. Klasse. Nicht immer brav, aber voller interessanter Ideen. Nicht immer gut, aber oft witzig und gewieft. Nicht immer organisiert, aber manchmal sehr kreativ. Am Schuljahresanfang lief eine Doppelstunde noch immer nach demselben Muster ab: Eine ordentliche, organisierte, vorbereitete Lehrerin betritt den Klassenraum mit den besten Vorsätzen und im Bewusstsein der herrschenden Klassenregeln. 90 Minuten später verlässt ein an den Rändern verschwommener, ausgefranster Mensch, dem die Haare zu Berge stehen, die Kleidung verrutscht ist und der nur noch die Hälfte seiner Unterlagen hat oder findet, den Raum der Klasse. Obwohl keiner richtig böse oder störend war, haben sie mit ihrer Unselbstständigkeit und Quirligkeit fast geschafft, uns „zu schaffen“. Wir haben uns übers Jahr organisiert und alle haben viel gelernt – mittlerweile kann man von einer gewissen Entspannung diesbezüglich sprechen. Am Nachmittag kam allerdings viel die Couch zum Einsatz, um den ordentlichen, organisierten Zustand bei mir wiederherzustellen. Klassleitung in der 5. Klasse ist wirklich ein bemerkenswertes Erlebnis.

Die Kletterkinder.

Auch in der integrativen Klettergruppe hat sich einiges getan. Natürlich haben die Herausforderungen da ebenfalls zugenommen. Seit wir ein putziges Kind mit ADS zum Quadrat bekommen haben, steppt der Bär. Irgendwo muss man ihn immer herunterholen, den Kleinen. Aber wer kann schon nein sagen, wenn ein laufender Meter mit blonden Haaren und einem unstillbaren Drang nach Klettern in die Klettergruppe kommt? „Nein“ ist jedenfalls zu einem meiner neuen Lieblingsworte geworden bei dem kleinen Kerl.

Raylan.

Das Kind in meinem und Peters Leben ist auch eine große Freude. Eigene Kinder wäre nach 13 Uhr vermutlich zu viel auf Dauer. Aber ein Kind, das am Wochenende da ist, ist ziemlich perfekt. Auch kann man mit so einem Sechsjährigen schon richtig viel machen. Im Gegensatz zu pubertierenden Lateinschülern (die eine imprägnierte Außenhülle haben müssen) verhält sich Raylan eher wie ein Schwamm: Er nimmt alles auf. Natürlich nicht, wenn man ihm verbietet, noch ein Marshmallow zu essen. Solche Banalitäten erreichen sein Ohr nicht immer. Dafür aber kann man ihm zeigen, wie er ohne Rücktritt bremst, wie man Radieschen anpflanzt, wie Bohnen wachsen, wie Federball geht, wie man skatet und wie man schreibt. Ein ganz besonderes Highlight waren und sind auch die Vorlesemomente. Wer hätte gedacht, dass ich mit großer Begeisterung vorlese? Und er mit großer Begeisterung zuhört? Dennoch: Ich beneide die Grundschullehrerin nächstes Jahr nicht, aber sie wird schon wissen, wie man 20 von der Sorte in Schach hält. Einer langt mir – einer macht Spaß.

Der Garten.

Man kann jetzt darin und daraus leben. Unkraut jäten hilft gut dabei, die Wut über irgendwas, das in der Schule schief gelaufen ist, zu verarbeiten. Da es viel Unkraut in unserem Garten gibt, kann auch noch viel schief gehen. Es gibt keine Begrenzung, denn wir haben alles, was den Gärtner zur Weißglut treibt. Was wir auch haben, sind Unmengen an Viechern. Wieso der eine oder andere Bericht über das Insektensterben erscheint, ist mir schleierhaft. Selbst nachdem Raylan einmal durch sämtliche Ecken gestromert ist und dabei alles in die Hand genommen hat, was lebendig ist (bzw. dann meistens war, denn so eine Kinderhand zu überleben, dazu gehört Glück), wimmelt es bei uns vor Tieren und Tierchen jeglicher Couleur. Wir haben einen Star, viele Singvögel, Millionen Bienen, Hummeln und leider auch jetzt Wespen, Wanzen, Fliegen, Schnecken (davon besonders viele), seltsame Dinger, die sich bei Begegnung mit Taschenlampenlicht schlagartig in die Erde verziehen, Schnegel und neulich sogar zwei Stieglitze. Den Kleiber hat die Katz erlegt, das war ein kleines Drama. Und heute abend habe ich erst den Marder gesehen, der immer über die Autos rutscht, und dann den Igel! Der lang ersehnte Igel! Das war eine Freude. Den Rehbock, der hinterm Haus wohnt, den erwähne ich jetzt nicht extra. Schließlich hat der wohl einen Vogel, denn sonst wäre er nicht auf dem Grundstück eingezogen – mitten in der Stadt. Aber ein Igel! Ich bin begeistert.

 

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Die Kirschenkönigin ist tot

Meist glaube ich an ausgleichende Gerechtigkeit. Wer immer böse ist, wird es sicher mal ordentlich böse auf die Nase kriegen. Mein vielleicht naiver Glaube ist erschüttert. Marina ist tot. Viel zu jung. Und einfach so. Nach der jahrzehntelangen Pflege deiner Angehörigen, nach einer nahezu unendlichen Serie von leckerem Essen, Kirschmarmelade und Eierlikör, der mit grenzenloser guter Laune und einem unnachahmlichen Augenzwinkern serviert wurde, nachdem du deinen drei Männern daheim zuverlässig eine Heimat geschaffen hast, in einer Zeit, in der Selbstverwirklichung meist vor dem Beherrschen des Bratentopfes kommt, musst du einfach und plötzlich sterben? Du, die du für jeden ein gutes Wort und ein Augenzwinkern bereit hattest. Das ist nicht fair. Verdient hättest du viel Freude in der gerade neu gestalteten Küche, viele Urlaube in den Bergen, viel Gelächter mit uns und deinen Patenkindern, schlicht, dass das Leben jetzt voll für dich da ist, nachdem du so lange für andere da warst. Ich hätte dir das gewünscht. Gott sei Dank, du hast auch ein paar Gelegenheiten zu wilden Feiern genutzt. Wie gut, dass du das gemacht hast! Du hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr zu schließen ist. Danke, dass ich dich kennen durfte! Danke für die schönen gemeinsamen Momente.

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Zwei Franken im Nebel

Es war so schön geplant – durchstrukturiert – durchdacht – vorbereitet! Und dann was es doch einfach nur das Wetter, das unseren Trainingsausflug in den Böhmerwald vereitelt hat! Im Böhmerwald, dem Nationalpark Sumava, könnte man – Schneelage und Wetter vorausgesetzt – eine Woche von legalem Biwakplatz zu Biwakplatz skiwandern. Dort zelten und sogar den Luxus einer Trockentoilette genießen. Allein – es lag zwar genügend Schnee, wir waren bereit, die Tourplanung war gemacht, was aufgrund der privaten Jagd-Gebiete und deren Sperrzeiten sowohl der Sperrzeiten der Grenzübergänge gar nicht so einfach war – es regnete in Strömen. So eine Pulka ist zwar annähernd wasserdicht, aber wir waren auf strömenden Regen nicht vorbereitet. Die Ski mit ihren festen Fellen wirkten auch nicht wie Amphibien und so änderten wir kurz entschlossen den Plan: Und landeten im Pitztal auf dem völlig zugeschneiten Gletscherbahnparkplatz, wo wir übernachteten.

Böhmische Knödel – ade!

Die zweiten 50 cm…

 

 

 

 

 

 

Nun begann die Testtour ernsthaft: Zuerst testeten wir die Standheizung, die ja nun an einem neuen Stromlieferanten hängt. Eigentlich hätte sie endlos funktionieren müssen, doch in der Realität endete das Experiment nach einer halben Stunde mit heftigem Dieselgeruch und stinkender weißer Rauchfahne. Die Lüftungsschlitze waren unter den 50 cm Neuschnee auf dem Auto verschüttet. Auch das Abgasrohr steckte vermutlich irgendwo im Schnee. Nach dem ersten Schreck lief aber die weitere Testreihe (Pulka durch Tiefschnee ziehen) ganz gut, auch wenn die Sache mit dem Tiefschnee ganz neue Anforderungen an meine Oberschenkelmuskulatur stellte. Spuren mit OAC Kar-Skiern und Pulka und 50 cm Neuschnee – ich muss dringend mehr trainieren. Aber es machte tatsächlich viel Spaß und wir konnten dringend benötigte Verbesserungen am Zuggeschirr entdecken. Gut, dass wir das ausprobiert haben!

Durchblick?

 

 

 

 

 

 

Der Rückweg wurde unerwartet spannend, da uns die Bergwachtler vom Auto aus warnten, dass wir nur noch kurze Zeit über die Straße nach Plangeroß fahren könnten, denn sie würden sie aufgrund der erhöhten Lawinengefahr sperren. Da wir eine Pension dort gebucht hatten, wurde es zu einem hektischen Spurt mit beschleunigtem Auto-Freischaufeln aus wieder 50 cm Neuschnee. Aber die Winterreifen bewährten sich auch in dieser Situation, die Schneeketten konnten in der Verpackung bleiben.

Danach gab es noch nette unerwartete Momente in Plangeroß beim Lawinenabgang, am nächsten Morgen vor der gesperrten Schranke, die alle Touristen zu Fußgängern machte, auf dem Gletscher beim Skifahren, und schließlich beim ultimativen Telemark-für-Anfänger-Test auf 2700 m. Offroad, also neben der Piste machten wir die spannende Erfahrung, dass verharschter neuer Tiefschnee für das Anfänger-Telemarken kein ideales Testgelände ist. Auf einem winzigen nicht verhärteten Hügel dagegen gelangen schon vier Kurven in Folge! Es wird. Bis Finnland wird nun noch viel gebastelt und geplant. Und trainiert hoffentlich auch. So viel ist sicher….

Für uns Nordbayern eine spannende Erfahrung: Lawinenabgang im Pitztal

Ganz in der Nähe …

… und aufgrund der gesperrten Straßen doch so fern!

Mittag am Gletscher

Abends im Tal

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Zimmer 2

Nach Zimmer 1, dem sogenannten Probezimmer, folgt nun Zimmer 2. Aber wer unter uns gedacht hat, dass nun alle Vorgehensweisen bekannt sind, wurde schnell überrascht. Nichts ist normgerecht hier, nicht einmal das Nichtnormgerechtsein. Aber wir sind ja schon geübt im Reagieren und so haben wir – allerdings zähneknirschend – eine neue und sich unangenehm zerfasernde zweite Art Heraklithplatten entfernt – diesmal aber brav getrennt. Nur keine Odyssee wie letztes Mal, wo die Müllverbrennung zwar Heraklith aber nur ohne Putz und der Wertstoffhof Putz ohne Heraklith wollte. Für Aufregung sorgten fünf teils riesige Wespennester (unbewohnt) und für Rührung alte Tapetenreste. Warum auch immer sie zwischen Dach und Innenverkleidung deponiert wurden – sie gehen mit der alten Bierflasche aus dem Wurzelbereich des Apfelbaums, der geschnitzten Wäscheklammer von Zimmer 1 in die Museumsecke ein… 

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Trainingsbericht – Zwischenstand 

Zwei Tage vor dem Probelauf: ein letztes Mal skaten im Schneesturm. Masserberger Gegenwind sägt an der Moral. Hoffentlich wird das nächste Woche nicht ganz so unwirtlich: In den Böhmerwald gehts ins Trainingslager – Winterzelten für Anfänger. Alle Ausrüstung ist nach langer Recherche und vielen Bestellaktionen vorhanden – bis auf ein paar Kleinigkeiten, aber Ladenschluss ist ja erst in sechs Stunden. Und mit etwas Glück liegt die fehlende Schneeschaufel schon beim Nachbarn auf der Treppe. Sonst muss eben der Klappspaten einspringen. Um die Ausrüstung  (zwei Paar Schneeschuhe, Winter- und Wechselkleidung, Zelt und Co., Verpflegung, Pulka und sage und schreibe sechs Paar Ski plus diverse Stöcke) und uns ins Auto zu bekommen, musste erst mal alles raus. Jetzt – umgepackt – muss alles wieder rein oder irgendwie außen dran festgeschnallt werden. Bis wir endlich auf den Skiern stehen und in den wilden tschechischen Osten ziehen, brauche ich vermutlich erstmal Urlaub… 

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Das Training startet….jetzt! 

Die Fähre nach Finnland für Ende März ist gebucht, die Pulka steht bereit. Das Auto hat eine Zusatzbatterie bekommen und kann jetzt gefühlt rund um die Uhr heizen. Gut, weil in Kuusamo wird es im März oft noch frisch nachts. Wenn dann morgens nach -20 Grad die eine Batterie in Schock erstarrt ist, kann hoffentlich Nr. 2 einspringen. Und das Auto hat ein maßgeschneidertes Schränkchen bekommen. Zu Peters Kummer ist keine Wand gerade,aber ich führe das auf mein asymmetrisches Auto zurück. Jetzt fehlt nur noch der Schnee für erste Trainingseinheiten. Fehlt? Tempusfehler. Fehlte! 

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Jugendleitercamp in Arco

Nach Skifoarn kommt Klettern

Diesmal war mir der bayrische Kultusminister ja eh schon hold, indem er mich zum Skilehrerinnenlehrgang geschickt hat. Gleich im Anschluss war dann das Jugendcamp des DAV in Arco. Zum ersten Mal in der nun vielleicht fünfjährigen Geschichte meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein kam ich erholt an, früh und nicht mit all den anderen armen Schulpflichtigen im Gepäck, die wie ich bis 13 Uhr tätig waren und nicht mal eben Urlaub nehmen konnten. Was für ein Unterschied!

Das Wetter war dann auch noch ein Traum und bei solchen Bedingungen waren Routen im 6. französischen Grad zum ersten Mal mit im Repertoire. Woah – ich bin stolz!

 

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Neue Heimat

Und auf einmal war sie da – völlig unerwartet. Die Sesshaftigkeit… ich habe ein Haus gekauft.

Im April dieses schönen Jahres wurde uns angekündigt, dass unser Haus verkauft wird. Überrascht und natürlich beunruhigt ließen wir die Besichtigung über uns ergehen – überrascht verließen die über 30 Interessenten die Bruchbude. Ein Haus, das mit falschen Marmor-Fensterbrettern, Portastüren, drei verbauten Bädern und einer kompletten WG verkauft werden soll, war nicht der Renner. Aber ich hatte mich schon vorher verliebt – als das Haus meine erste echte Heimat in Coburg wurde. Und so wurde aus der ersten Idee „Wir kaufen es zusammen mit dem Nachbarn!“ die Idee geboren, das Ding zu erwerben. Nun ist es November und es gehört tatsächlich mir. Also genauer gesagt der Bank, aber so genau wollen wir es gar nicht wissen. Und gleich ging es los mit den Vermieteraufgaben: Das Klo war leck. Wie es auch so ist in so einer Bruchbude – nichts entspricht einer Norm. So auch das Klo, das ein Standklo ist, bei dem der Spülkasten aufsitzt, denn sonst passt er nicht unter die Dachschräge. Dass es zwischen Badewanne und Wand passt, ist eh ein Wunder. Problem 1: Erledigt!

Alter Mist raus.

Wir warten – dum di dum – wir warten….

Ha! Günstiger und viel zierlicher als die Massiv-Variante von einem lokalen Badausstatter für ca. 900 Euro.

Die Durchreiche musste weichen – wer will schon vom Bett aus mit der Küche kommunizieren? Meine erbärmlichen Verputzerkünste müssen allerdings mit einem Bild kaschiert werden. Gut, dass ich gerade eines übrig habe:

 

Positiver entwickelt sich der Garten – trotz einiger Rückschläge gibt es dieses Jahr Salat, Himbeeren, Kirschen, Bohnen, Kürbis, Topinambur (kiloweise), Kräuter, Erdbeeren, Rhabarber, Kartoffeln, Brokkoli, Tomaten (4) und Zucchini.

Und ja – es macht Spaß… auch wenn meine armen Mitbewohner nun öfter über Einmachgläser stolpern oder in eine im völligen Chaos versunkene Küche eintreten, wo sie doch nur schnell wenigstens eine Herdplatte….

Größerer Act war dann die Renovierung des ersten Zimmers. Wir haben Spannendes entdeckt: Es gibt einen Dielenboden, aber das ist ein Projekt für eine andere Zeit. Es gibt dafür keine Isolierung im Dach. Heraklitplatten sind Sondermüll und da hilft auch kein Röckchen mehr beim Wertstoffhof. Insgesamt ist der Wertstoffhof ein Quell dauernder Heiterkeit – für mich, die nie mehr als 5 Euro zahlt. Nicht für meine Jungs, die stets höchste Preise zahlen müssen. Wertstoffhof ist ab sofort eindeutig Frauenaufgabe….

Wir haben unseren Maschinenpark stark erweitert, nur die Motorsäge fehlt noch. Aber die hat der Nachbar, der dann auch dem Apfelbaum den Garaus gemacht hat. Gerade noch rechtzeitig, war er doch innen schon komplett morsch. Kein Wunder, denn irgendein Idiot hat ihn mal im Laufe der Jahre einen Meter tiefer eingebuddelt als sein ursprüngliches Niveau. So hatte er wohl schon zu lange nasse Füße….

Es bleibt viel zu tun: Garten verteidigen gegen Giersch, Himbeeren, wilde Brombeeren und Ampfer, Fassade, Sandsteinsockel, drei Bäder und keines normal, bröselnder Putz, Styropor an den Wänden und Schimmel dazwischen – ein großes Abenteuer wartet!

Vorher


Nachher

 

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Mal was Neues: Ich will Skilehrerin werden!

Skifoahn - woa woa woa woa .... Im Kopf summt es noch immer ein bisschen vor sich hin, das Lied. Das Leiwandste, was man sich no vorstellen kann. Haja - in der Realität heißt das: Früh aufstehen, Frühstücken, sich in warme Klamotten werfen, unbequeme Schuhe anziehen und dann zum Skibus oder zum Auto eilen. Alles dabei? Als ich Skifahren gelernt habe, war Helm auf der Piste noch ein Fremdwort. Also - alles dabei? Der Helm macht den Rucksack unhandlich. Auf in die Schlange an der Gletscherbahn. Um uns herum zwitschern die Vögel, alles ist Grün. Alles? Nein - nicht alles. Braun herrscht vor, der Dreck auf dem Parkplatz ist unschön. Oktober ist vielleicht noch nicht die richtige Zeit für einen Skilehrerschein. 1200 m höher sieht die Welt dann anders aus - Schnee, Gletschereis, Eis am Stiel, Sonnenschein. Arbeit kann so schön sein!!! Nach drei Tagen Rückwärtsfahren, Kreiseln, Carven, Pflug, Pizza-Pommes-Stop und einbeiniger Ziehwegbewältigung (zur Übung! zur Übung!) dann am Donnerstag die Erlösung in Form eines freien Nachmittags (nachdem der geduldige Skilehrer festgestellt hat, dass wir alle nur noch "Pudding" seien). Ein freier Nachmittag kann nur bedeuten: Skifoahn! Und dann einen verfrühten Aperol Sprizz auf über 3000m, in der Sonne, allein, ohne irgendwelche Aprés-Ski-Aspiranten. Das war das Schönste am Skifahren!

 

 

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